Reise

Wien – Zweiter Besuch bei Sissi und Frrrrranz!

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(Unbezahlte Werbung, da Markennennung) – Eigentlich hatte ich gar nicht damit gerechnet, so schnell nach meinem ersten Besuch im Dezember 2016 wieder nach Wien zu kommen! Dank einem Radiokongress, an dem Mister Queen Mum teilnahm, hat es mich nun schon wieder in Sissis Heimat verschlagen. Wir haben dann gleich mal ein sehr langes Wochenende draus gemacht- muss sich ja lohnen 😉

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Netterweise konnten wir diesmal direkt ab Leipzig fliegen, was schon mal die nervige Fahrerei nach Berlin gespart hat. Und, ich muss wirklich sagen, der Lufthansa-Subunternehmer Austrian war extrem angenehm! Da trennt sich dann doch die Spreu vom Weizen, wenn man Vergleiche zu Super-Billigfliegern wie Ryanair zieht… Und so viel mehr haben wir auch nicht bezahlt.

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Gewohnt haben wir wieder im Motel One direkt an der Staatsoper.  Alles richtig gemacht, sag ich da nur, Die Lage ist fantastisch; alle Sehenswürdigkeiten in der Stadt liegen direkt vor der Haustür! Da das Hotel in zweiter Reihe hinter dem Kärnter Ring liegt, ist es angenehm ruhig, und das Design ist einfach großartig! Alles passt zum Thema „Staatsoper“ – die Ballerinen-Füße des Tisches in der Eingangshalle, die „Tütü“-Lampen, der Posaunen-Kronleuchter über dem Frühstücksbuffet.

Die Zimmer sind Motel One-typisch nicht groß, aber ausreichend, die Betten sehr gut. Preis-Leistungsmäßig bin ich von der Hotelkette mit dem türkisfarbenen Erscheinungsbild immer wieder begeistert.

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So stylish kann ein Innenhof sein!

Da wir ja beim letzten Mal (Reisebericht siehe hier) schon die obligatorischen Sehenswürdigkeiten wie Hofburg, Schönbrunn usw. abgehakt hatten, haben wir diesmal ein paar alternative Programmpunkte „erledigt“. Bei eisiger Kälte waren wir auf dem Zentralfriedhof  und haben dort die Grabmale vieler berühmter Menschen angeschaut: Beethoven, Schubert, Brahms, diverse Strauße, Mozart, Hans Moser und natürlich Udo Jürgens und Falco haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden.

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Total schön fand ich die Kappelle, die in einem für sakrale Gebäude eher ungewöhnlichen Art Déco-Stil ausgestattet ist – traumhaft! Nach dem Rundgang bei gefühlt minus 10 Grad haben wir uns erst einmal im „Concordia Schlössl“ (gegenüber des Tor 1 an der Straßenbahnhaltestelle gelegen)  mit einer Mehlspeise (ich hatte Quarknocken mit Erdbeermark, sehr köstlich!) gestärkt.

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Die berühmte Albertina haben wir zum zweiten Mal besucht – weil dort gerade eine Keith Haring-Ausstellung gezeigt wird, und weil es draußen einfach zu kalt für andere Unternehmungen war. Keith Haring hat mich überrascht. Ich kannte vorher nur die kleinen Männchen mit den runden Köpfen und war mir gar nicht bewusst, wie gesellschaftskritisch, teilweise drastisch und auch ziemlich sexualisiert die Kunst von Keith Haring ist. Wieder was gelernt!

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Natürlich haben wir auch die Klassiker von Monet bis Picasso ein zweites Mal genossen; dieser Teil der Albertina lohnt sich immer.

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Monets Seerosen

Bei meinem ersten Besuch hatte ich es nicht in den Prunksaal der Nationalbibliothek geschafft, deshalb musste das dieses Mal nachgeholt werden, und es hat sich gelohnt. Dieser ist tatsächlich einer der schönsten historischen Bibliothekssäle der Welt (na gut, unsere Anna-Amalia-Bibliothek hier in Weimar kann da durchaus mithalten!) mit wunderschönen Deckenfresken und beherbergt etwa 200.000 Bücher aus der Zeit von 1501 bis 1850. Ich habe auch die eine oder andere Geheimtür entdeckt und gelernt, dass der Prunksaal seinerzeit teurer war als das gesamte Schloss Belvedere… So kostbar waren Bücher früher!!

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Hogwarts lässt grüßen

Der zweite Besuch hat uns auch Gelegenheit gegeben, den 7. Bezirk zu entdecken. Im sogenannten „Neubau“-Viertel gibt es ganz viele nette kleine Läden entlang der Kirchengasse. Ein bisschen erinnert der 7. Bezirk an den Prenzlauer Berg oder die Hipster-Gegenden in Kreuzberg.

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Auf unserer Flucht vor der Kälte haben wir dort beim Kaffeetrinken ein winziges Lädchen namens „First Fresh Food“ entdeckt, in dem es sehr köstlich klingende Sandwiches gab. Wir hatten leider (ausnahmsweise) keinen Hunger und deshalb nur Kaffee und Tee, die mit Cantuccini, einem Stückchen Schokolade und guten Sightseeing-Tipps serviert wurden. Ich habe selten eine freundlichere Bedienung erlebt, deshalb ist der Laden unbedingt eine Empfehlung wert – und ich bin sicher, die Sandwiches sind mindestens ebenso gut!

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Straßen-Poesie

Gegessen haben wir dann im Neni am Naschmarkt, dem Mothership of heavenly Hummus. Die Hummus-Trilogie war wie erwartet göttlich. Ihr solltet allerdings möglichst schon ein Weilchen vorher reservieren, wenn Ihr abends hin wollt – oder Ihr geht mittags, da kann man schon mal ohne Reservierung Glück haben.

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Noch eine Dinner-Empfehlung, wenn Ihr indische Küche mögt: Das Taste of India in der Margarethenstraß 34 (2. Bezirk) hat uns sehr gut gefallen. Alles sehr frisch und lecker und auch dort sehr freundliche Bedienung!

Falls Ihr im Motel one an der Staatsoper absteigt, und abends mal keine Lust mehr habt, weit zu laufen: Schräg gegenüber liegt das Bier & Bierli, in dem man neben jeder Menge Bier österreichische und internationale Küche bekommt; natürlich Wiener Schnitzel, außerdem sehr leckere Salate mit Ziegenkäse oder Backhendl. Empfehlenswert!

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Also, wenn man es genau nimmt, stimmt der Titel dieses Beitrags gar nicht wirklich: Bei Sissi und Franz waren wir diesmal gar nicht. Schönbrunn hatten wir schon beim letzten Besuch besichtigt und die Hofburg haben wir nur von außen „gestreift“. Macht aber nix; Wien hat definitiv noch mehr zu bieten als Hofreitschule und Sachertorte!

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Die Fiaker vor der Hofburg
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Weltschönste Jugendstil-Fassaden!

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