Meinung,  Persönliches

Social Media is not your enemy! – Was Instagram & Co. für dich tun können

(Unbezahlte Werbung für Social Media) – Alle motzen über die sozialen Medien. Ich habe das Gefühl, dass es gerade als schick gilt, abschätzig über Facebook und Instagram und was es sonst noch so alles in dem Bereich gibt, zu reden. „Alle fotografieren nur noch ihr Essen“, tönt es da – aber alle sind angemeldet und schauen mehr oder weniger bei fb oder Insta vorbei. Klar muss man aufpassen, dass man es nicht übertreibt und sein Leben nur noch postet. Aber am Ende entscheidet man selbst, was man mit der Welt da draußen teilen will, und was nicht.

Der eine oder andere mag sich fragen, ob die Welt Interiorfotos von unserer Wohnung auf Instagram sehen soll. Ich interessiere mich sehr für das Thema und folge vielen einrichtungsverrückten Profilen, und da möchte man natürlich auch gern mal zeigen, wie man so wohnt. Das hat aber klare Grenzen – Schlafzimmerbilder wird es von mir nicht geben.

 

 

Mein Vater hat permanent Angst, dass jemand bei mir einbricht, weil ich in meinen Insta-Stories ein Urlaubsbild poste (natürlich tue ich das nur, wenn ich so gut wie wieder zuhause bin oder die Wohnung trotzdem bewohnt ist, zum Beispiel vom daheimgebliebenen Mann!). Und dann gibt es noch diese Menschen, die sich als Pilot/Hirnchirurg/Sternegeneral ausgeben und per private message anfragen, ob man bzw. frau sie nicht vielleicht heiraten möchte… Möchte frau natürlich nicht, zumal dem Antrag wahrscheinlich unverzüglich Anfrage nach einem kleinen Kredit in Höhe von 10.000 Euro folgen würde 😉 Der Umgang mit SM, wie Social Media gerne genannt wird, ist also nicht nur eine Frage der Dosis, sondern sollte auch einer gewissen Gebrauchsanweisung folgen.

Und ja, es kostet Zeit, in den sozialen Medien aktiv zu sein. Aber es bringt auch viel, vor allem Spaß! Für mich zum Beispiel, die ich Freelancer bin und keine Arbeitskollegen in dem Sinne habe, ist besonders Instagram ein wichtiges Kommunikationsmedium. Ich tausche mich hier aus, habe viele feste Kontakte und, haltet euch fest, habe dadurch auch schon echt viele nette Menschen kennengelernt – auch persönlich!

 

Magnolien-Spam – wird auf Instagram gern genommen!

 

Bevor wir nach Leipzig umzogen, bin ich auf Instagram schon einigen Bloggern und anderen Profilen aus Leipzig gefolgt. Wenn man hier und da mal kommentiert, stellt sich recht schnell heraus, ob man Gemeinsamkeiten hat. To cut a long story short: Instagram hat mir zu meinem ersten Blinddate verholfen – mit einer Frau! Mein zweites Blinddate verdanke ich Facebook, wo ich mich in der Gruppe „Neu in Leipzig“ angemeldet hatte und nach anderen „Neuen“ im gleichen Alter gesucht hatte. Es ist nämlich so: Wenn die Kinder erst mal aus dem Haus sind und man keine Gelegenheit hat, „auf Arbeit“ Menschen kennenzulernen, muss man selber aktiv werden, sonst sitzt man für immer einsam in der Ecke. Mittlerweile, nach 7 Monaten in der neuen Stadt, habe ich einen echt netten Kreis von Mädelsbekanntschaften, von denen tatsächlich viele über Instagram und Facebook in mein Leben getreten sind.

 

 

 

Ich werde also weiter mein Leben auf den sozialen Medien mit anderen teilen, natürlich in zensierter Form. Das hindert mich in keinster Weise daran, etwas zu ER-leben – ganz im Gegenteil, Instagram & Co. sind immer wieder ein Quell der Inspiration, seien es Ausflugs-, Reise- oder Restauranttipps. Das Ganze kostet nicht mehr als ein bisschen Zeit, und ich empfinde es als ein Geben und Nehmen, und keinesfalls, wie manche sagen, als ein sinnloses Produzieren über Bilder vom Essen oder Urlaub. Jeder in der „Community“ hat mal einen guten Tipp, den er bzw. sie mit den anderen teilt. Im Falle von Instagram passiert das eben über das größte Fotoalbum der Welt – und die schlauen Leute lesen auch die Texte unter den Bildern!

 

2 Kommentare

  • Barbara

    Hallo Queen Mum, bin exakt über diesen Namen gestolpert. Grund: Diverse Alleinreisen durch USA ( einmal 14 Tage durch NY gelaufen…)und Kanada. Dabei Queen Mum’s Way* nach langer Irrfahrt durch Kanada gefunden. Befand diesen Namen für einen Reiseblog toll. Leider wartet der in den Tiefen meiner Festplatte, im Kopf, vielen Fotos und Tagebüchern…

    Eigentl. wollte ich mich nur für den Krampfader-Camouflage-Tipp bedanken. Hasse diese Zeichnungen seit dem ersten von 5 Kindern und sie nerven.
    Also dankeschön, ich freu mich, mehr von Dir zu lesen?

    Gruß, Barbara
    * Stand als großes Straßenschild, an ihrer damaligen, bisher letzten (?) Route durch Kanada.

    • admin

      Hallo Barbara,
      freue mich sehr, dass du zu mir gefunden hast! Den Namen Queen Mum verdanke ich tatsächlich meinem MANN – nachzulesen unter ‚Über mich‘, falls es dich interessiert. Das mit dem Reiseblog solltest du dringend angehen, ich komme dann auch gerne lesen!

      Ganz liebe Grüße
      Marion

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