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Ein paar Gedanken über Freundschaft

 

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Am Cospudener See

 

(Enthält Werbung, da Markennennung) – Ich hatte gerade ein sehr schönes Wochenende! Ein Wochenende mit meiner sehr alten Freundin Bea, wobei sich das „alt“ natürlich nur auf die Dauer unserer Freundschaft bezieht und nicht auf unser geradezu jugendliches Alter. Naja, um ehrlich zu sein: Wir können quasi bald goldene Hochzeit feiern, denn wir haben uns vor fast 50 Jahren im Kindergarten kennen gelernt…

Gemeinsam haben wir Grundschule und Gymnasium hinter uns gebracht, dem einen oder anderen Kerl hinterher geweint (oder auch nicht), sind beide aus der Heimat weg in ganz unterschiedliche Ecken gezogen, und haben dennoch nie ganz den Kontakt verloren. Wir haben fast gleichzeitig geheiratet und unsere Kinder bekommen, uns über unsere Männer mal mehr, mal weniger geärgert und haben heute ähnliche Probleme mit älter werdenden Elternteilen, die betreut werden müssen. Wir sind ähnlich sozialisiert, und auch wenn wir seit über 20 Jahren 500 km voneinander entfernt leben, sprechen wir dieselbe Sprache – und das bezieht sich weniger auf den Dialekt. Wir sehen uns, wenn es gut läuft, ein bis zweimal im Jahr – wenn es schlecht läuft auch mal zwei Jahre gar nicht. Unser Kontakt findet dann über WhatsApp statt. Und manchmal hören wir auch ein paar Wochen gar nichts voneinander. Aber wenn wir uns treffen, ist es immer sofort wieder so, als hatten wir gestern noch in Französisch nebeneinander gesessen und gemeinsam die Lehrerin Frau L. gehasst, die immer allen Mädchen schlechte Noten gab.

 

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Staatskanzlei in Erfurt

 

Unser gemeinsames Wochenende war – zumindest aus meiner Sicht – mal wieder eine Art „Tankfüllung“ in Sachen Freundschaft. Wir haben Sightseeing in Weimar gemacht, waren in Erfurt Pralinen kaufen (und essen) und in gefühlt sämtlichen Interior-Shops in Leipzig, haben gegessen, getrunken, geklönt und gelacht und uns die Füße schön machen lassen. Am Schluss eines tollen Tages haben wir am Cossi in Lieblingsleipzig die schicken Füße ins Wasser gehalten, eine Rhabarberschorle im Liegestuhl in der Strandbar getrunken und uns einfach nur gefreut. Ein perfektes Mädelswochenende also, das uns, so glaube ich zumindest, beiden ein gutes, warmes Gefühl gegeben hat.

 

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Schönste Füße: Shellack von L.A. Nails in Leipzig

 

Natürlich ist B. nicht meine einzige Freundin. Ich habe noch mehr gute Freundinnen, die mir wichtig sind, und die ich zum Glück häufig sehe: Anke, Antje, Birgit, Elisabeth, Jill, Karin, Susanne – ich grüße Euch und nenne Euch in alphabetischer Reihenfolge, damit keine gekränkt ist. Und Birgit, Conny, Katrin und Renée – Ihr seid zwar weiter weg, aber ebenfalls großartig!

 

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Frische Pralinen von Goldhelm in Erfurt – köstlich!

 

Was ich damit sagen will, und weshalb ich hier so schwülstig daherschreibe: Es lohnt sich, Freundschaften zu pflegen. Ich habe das Gefühl, je älter ich werde, desto wichtiger sind Freunde – alte und neue. Schade finde ich, dass viele Leute so bequem sind und sich nicht die Mühe machen, aktiv zu werden und sich um ihre Freunde und Bekannten zu kümmern. Es muss nicht immer gleich ein Wochenende sein – ein Anruf reicht oft schon, oder eine spontane Verabredung.

Freundschaften wollen gepflegt werden, genau wie Füße 😉 Und wenn man beides miteinander verbinden kann – umso besser!

 

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